Arbeit und Löhne im Überblick
Die Bildfolge zeigt fünf Kennzahlen zu Arbeitsmarkt und Beschäftigungsform, je eine pro Bild. Alle stammen aus den World Development Indicators der Weltbank und beruhen auf modellierten ILO-Schätzungen für 187 Länder. Hervorgehoben ist jeweils Deutschland mit Wert, Rang und Zeitverlauf.
| Unemployment rate | 63 | Deutschland: 3,711 % Arbeitslosenquote, Rang 63 von 187 |
| Labour force participation rate | 99 | Deutschland: 60,571 % Erwerbsbeteiligung, Rang 99 von 187 |
| Wage and salaried workers | 15 | Deutschland: 91,8508 % abhängig Beschäftigte, Rang 15 von 187 |
| Female-to-male participation ratio | 67 | Deutschland: 83,7012 % Frauen-zu-Männer-Verhältnis, Rang 67 von 187 |
| Employment in industry | 37 | Deutschland: 25,9742 % Beschäftigung in der Industrie, Rang 37 von 187 |
Lesen Sie jedes Bild für sich: Balken zeigen die Rangfolge der Länder, die Linie den Verlauf seit 2014. Werte, Einheiten und Ranglisten verschiedener Bilder dürfen nicht miteinander verrechnet werden, und bei der Arbeitslosenquote steht ein niedriger Wert oben, bei den anderen vier ein hoher.
Das Wichtigste in Kürze
Deutschland liegt in dieser Themenwelt fast überall im oberen Drittel, ohne in einer einzigen Kennzahl an die Spitze zu rücken. Am deutlichsten fällt der Anteil der abhängig Beschäftigten aus: 91,8508 % aller Erwerbstätigen, Rang 15 von 187 Ländern. Die Arbeitslosenquote von 3,711 % (Rang 63) liegt unter dem Weltwert von 4,791 %, die Erwerbsbeteiligung von 60,571 % (Rang 99) dagegen praktisch auf dem Weltwert von 60,9793 % und damit im Mittelfeld. Das Verhältnis der Erwerbsbeteiligung von Frauen zu Männern beträgt 83,7012 % (Rang 67), der Industrieanteil an der Beschäftigung 25,9742 % (Rang 37).
Quelle: Weltbank (World Development Indicators), modellierte ILO-Schätzungen — SL.UEM.TOTL.ZS, SL.TLF.CACT.ZS, SL.EMP.WORK.ZS, SL.TLF.CACT.FM.ZS, SL.IND.EMPL.ZS.
Der aktuelle Wert der zentralen Kennzahl
Die Arbeitslosenquote Deutschlands liegt für 2025 bei 3,711 % und damit auf Rang 63 von 187 erfassten Ländern. Der Weltwert beträgt 4,791 %; Deutschland liegt also rund 1,08 Prozentpunkte darunter, ohne den Abstand zur Spitzengruppe zu erreichen. Beim Rang gilt: niedrigere Werte stehen weiter oben, Rang 1 ist die niedrigste Quote.
Quelle: Weltbank, „Unemployment, total (% of total labor force) (modeled ILO estimate)" (SL.UEM.TOTL.ZS).
Wer oben und wer unten steht
Am oberen Ende der Arbeitslosen-Rangliste stehen Katar mit 0,13 %, Kambodscha mit 0,263 %, Niger mit 0,394 % und Thailand mit 0,781 % — eine Mischung aus rohstoffreichen Golfstaaten und Ländern mit niedrigem Einkommen. Am unteren Ende häufen sich Staaten im südlichen Afrika: Eswatini 34,202 %, Südafrika 32,391 %, Dschibuti 26,015 % und Botsuana 24,477 %. Deutschland liegt mit 3,711 % klar in der oberen Hälfte, aber 3,581 Prozentpunkte über dem Spitzenreiter Katar. Ein ähnliches Muster zeigt der Anteil der abhängig Beschäftigten: vorn Katar (99,1678 %), Bahrain (97,5593 %) und Norwegen (95,1259 %), am Ende Tschad (8,4389 %) und Niger (10,5221 %) — hier gehört Deutschland mit Rang 15 selbst zur Spitzengruppe.
Quelle: Weltbank (SL.UEM.TOTL.ZS, SL.EMP.WORK.ZS), modellierte ILO-Schätzungen.
Wie sich das in zehn Jahren verändert hat
Die Arbeitslosenquote Deutschlands sank von 4,979 % (2014) auf einen Tiefstand von 3,071 % (2023) und stieg danach wieder auf 3,4 % (2024) und 3,711 % (2025) — über den gesamten Zeitraum ein Rückgang um 1,268 Prozentpunkte. Der Anteil der abhängig Beschäftigten wuchs stetig von 89,0874 % auf 91,8508 %, ein Plus von rund 2,76 Prozentpunkten. Das Verhältnis von Frauen zu Männern bei der Erwerbsbeteiligung stieg von 81,7862 % auf 83,7012 % (+1,92 Punkte), zuletzt mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Höchstwert von 83,9679 % (2023). Die Erwerbsbeteiligung insgesamt bewegte sich mit 60,378 % (2014) und 60,571 % (2025) kaum, während der Industrieanteil von 28,0852 % auf 25,9742 % zurückging — mit 2,11 Punkten die größte Verschiebung der fünf Kennzahlen.
Quelle: Weltbank (World Development Indicators), Zeitreihen 2014–2025, modellierte ILO-Schätzungen.
Der Vergleich mit ähnlichen Ländern
Innerhalb der sieben Vergleichsländer liegt Deutschlands Arbeitslosenquote von 3,711 % hinter Japan (2,451 %) und Südkorea (2,683 %), aber vor den USA (4,198 %), China (4,615 %), dem Vereinigten Königreich (4,746 %) und Frankreich (7,542 %) — zum französischen Wert sind es 3,831 Prozentpunkte Abstand. Bei der Erwerbsbeteiligung steht Deutschland mit 60,571 % am unteren Ende dieser Gruppe, nur Frankreich (55,346 %) liegt darunter; China erreicht 64,551 %, Südkorea 64,351 %, Japan 63,448 %. Beim Anteil der abhängig Beschäftigten folgt Deutschland (91,8508 %) direkt hinter den USA (93,9262 %) und liegt weit vor Südkorea (77,3304 %) und China (62,332 %). Beim Frauen-zu-Männer-Verhältnis liegt Deutschland mit 83,7012 % zwischen dem Vereinigten Königreich (87,4032 %) und Japan (78,2129 %), also im Mittelfeld dieser Auswahl. Der Industrieanteil ist mit 25,9742 % der zweithöchste der Gruppe nach China (31,7923 %) und deutlich höher als im Vereinigten Königreich (15,9141 %).
Quelle: Weltbank (World Development Indicators), Ländervergleich 2025, modellierte ILO-Schätzungen.
Wie diese Zahlen zu lesen sind
Alle fünf Kennzahlen sind modellierte ILO-Schätzungen der Weltbank und stimmen deshalb nicht zwangsläufig mit den Veröffentlichungen nationaler Stellen überein; der Wert für 2025 ist eine Schätzung. Als arbeitslos zählen dabei Personen, die arbeiten möchten und aktiv suchen — wer die Suche aufgegeben hat oder unfreiwillig verkürzt arbeitet, ist nicht erfasst. Die Erwerbsbeteiligung bezieht sich auf die Bevölkerung ab 15 Jahren, weshalb die Altersstruktur eines Landes den Wert mitbestimmt. Das Frauen-zu-Männer-Verhältnis ist ein Quotient und keine Beteiligungsquote von Frauen; Unterschiede bei Entgelt, Beschäftigungsform oder Arbeitszeit gehen nicht ein. Der Anteil der abhängig Beschäftigten beschreibt die Beschäftigungsform, nicht die Höhe der Löhne — Angaben zum Lohnniveau enthält diese Datengrundlage nicht. Zudem läuft die Rangordnung nicht bei allen Kennzahlen gleich: bei der Arbeitslosenquote steht ein niedriger Wert oben, bei den übrigen vier ein hoher. Die Daten werden jährlich aktualisiert; Unterschiede von wenigen Zehntelpunkten sollten daher zurückhaltend gedeutet werden.
Quelle: Weltbank (World Development Indicators), Metadaten zu SL.UEM.TOTL.ZS, SL.TLF.CACT.ZS, SL.EMP.WORK.ZS, SL.TLF.CACT.FM.ZS und SL.IND.EMPL.ZS.
Arbeitslosenquote auf der Karte und in Diagrammen
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Katar | 0.13 |
| 2 | Kambodscha | 0.26 |
| 3 | Niger | 0.39 |
| 4 | Thailand | 0.78 |
| 5 | Burundi | 0.92 |
| 61 | Kamerun | 3.6 |
| 62 | Island | 3.62 |
| 63 | Deutschland | 3.71 |
| 64 | Malaysia | 3.76 |
| 65 | Bangladesch | 3.78 |
| 185 | Dschibuti | 26.02 |
| 186 | Südafrika | 32.39 |
| 187 | Eswatini | 34.2 |
Oben stehen Katar (0,13 %), Kambodscha (0,263 %) und Niger (0,394 %), unten Eswatini (34,202 %) und Südafrika (32,391 %). Deutschland ordnet sich in der oberen Hälfte ein.
Die Linie zeigt den Rückgang von 4,979 % (2014) auf 3,071 % (2023) und den erneuten Anstieg auf 3,711 % (2025). Zwischen Katar und Eswatini liegen mehr als 34 Prozentpunkte.
Länder vergleichen
Erwerbsquote
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Katar | 87.01 |
| 2 | Madagaskar | 85.5 |
| 3 | Salomonen | 84.3 |
| 4 | Tansania | 83.72 |
| 5 | Nigeria | 82.52 |
| 97 | Russland | 61.11 |
| 98 | Ungarn | 60.58 |
| 99 | Deutschland | 60.57 |
| 100 | Lettland | 60.52 |
| 101 | Äquatorialguinea | 60.51 |
| 185 | Jemen | 33.1 |
| 186 | Dschibuti | 31.74 |
| 187 | São Tomé und Príncipe | 23.34 |
An der Spitze stehen Katar (87,013 %), Madagaskar (85,495 %) und die Salomonen (84,296 %), am Ende São Tomé und Príncipe (23,342 %) und Dschibuti (31,744 %). Deutschland liegt in der Mitte der Liste.
Der Verlauf ist flach: 60,378 % (2014) gegenüber 60,571 % (2025), dazwischen ein Höchstwert von 61,307 % (2019). Die Spannweite zwischen erstem und letztem Land beträgt über 60 Prozentpunkte.
Anteil abhängig Beschäftigter
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Katar | 99.17 |
| 2 | Bahrain | 97.56 |
| 3 | Kuwait | 96.84 |
| 4 | Norwegen | 95.13 |
| 5 | Oman | 95.04 |
| 13 | Hongkong | 92.31 |
| 14 | Dänemark | 92.09 |
| 15 | Deutschland | 91.85 |
| 17 | Japan | 90.95 |
| 18 | Amerikanische Jungferninseln | 90.93 |
| 185 | Sierra Leone | 11.19 |
| 186 | Niger | 10.52 |
| 187 | Tschad | 8.44 |
Vorn liegen Katar (99,1678 %), Bahrain (97,5593 %) und Kuwait (96,8392 %), am unteren Ende Tschad (8,4389 %) und Niger (10,5221 %). Deutschland gehört hier zur Spitzengruppe.
Die Linie steigt durchgehend von 89,0874 % (2014) auf 91,8508 % (2025). Zwischen Deutschland und China (62,332 %) liegen fast 30 Prozentpunkte.
Erwerbsquote Frauen zu Männern
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Burundi | 103.28 |
| 2 | Republik Moldau | 100.12 |
| 3 | Benin | 96.91 |
| 4 | Togo | 95.93 |
| 5 | Mosambik | 95.74 |
| 65 | Niger | 84.13 |
| 66 | USA | 84.02 |
| 67 | Deutschland | 83.7 |
| 68 | Simbabwe | 83.69 |
| 69 | Haiti | 83.65 |
| 185 | Irak | 15.07 |
| 186 | Jemen | 7.62 |
| 187 | Afghanistan | 7.29 |
Oben stehen Burundi (103,2831 %), die Republik Moldau (100,1232 %) und Benin (96,9133 %), unten Afghanistan (7,2907 %) und Jemen (7,6157 %). Deutschland liegt im oberen Mittelfeld.
Der Verlauf steigt von 81,7862 % (2014) auf 83,7012 % (2025), mit einem Höchstwert von 83,9679 % (2023). Unter den Vergleichsländern reicht die Spanne von 78,2129 % (Japan) bis 87,4032 % (UK).
Erwerbstätige im produzierenden Gewerbe
| Rang | Land / Gebiet | % |
|---|---|---|
| 1 | Oman | 39.44 |
| 2 | Katar | 38.02 |
| 3 | Bahrain | 34.91 |
| 4 | Tschechien | 34.89 |
| 5 | Vietnam | 34.83 |
| 35 | Suriname | 26.1 |
| 36 | Estland | 26 |
| 37 | Deutschland | 25.97 |
| 38 | Malaysia | 25.96 |
| 39 | Litauen | 25.9 |
| 185 | Timor-Leste | 3.8 |
| 186 | Burundi | 3.1 |
| 187 | Südsudan | 1.67 |
An der Spitze stehen Oman (39,4354 %), Katar (38,02 %) und Bahrain (34,9062 %), am Ende Südsudan (1,672 %) und Burundi (3,1033 %). Deutschland liegt im oberen Viertel.
Die Linie fällt von 28,0852 % (2014) auf 25,9742 % (2025) — der stärkste Rückgang der fünf Kennzahlen. China erreicht 31,7923 %, das Vereinigte Königreich nur 15,9141 %.